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Der Transrapid als „Feeder“ fürs Flugzeug? Was für eine Verschwendung!

(Oktober 2007)

1,85 Milliarden Euro für 37 Kilometer Transrapid. Mit der Magnetschwebebahn vom Hauptbahnhof zum Flughafen zu fahren, wie man es nach Stoibers und Merkels Willen in sechs Jahren in München tun soll, ist so sinnvoll wie mit dem Rennwagen zum Bäcker zu düsen. Die auf langen Strecken passable Energiebilanz der Magnetschwebetechnik wird beim Fahren mit geringeren Geschwindigkeiten und eng beieinander liegenden Halten nämlich zunichtegemacht, braucht der Transrapid doch nicht nur für das Fahren, sondern auch für das Schweben Energie.

Schlimmer noch: Das Münchner Projekt drängt die MagLev-Technik in eine Diener- und Hilfsfunktion zum Flugzeug. Der Transrapid wird für den Flughafen zum „Feeder“ (Fütterer), wie man in der Seefahrt Zubringerschiffe nennt. Das ist degradierend und ein falsches Signal, muss doch der Klimakiller Flugverkehr rasch reduziert statt immer weiter aufgebläht werden.

Man kann über Sinn und Unsinn des Transrapid neben der konventionellen Rad-Schiene-Technik lange diskutieren. Sicher aber ist: Der schnelle Schwebezug kann seine Vorteile nur als eigenständiges, hochwertiges Verkehrsmittel und als ökologisch akzeptable Alternative zum Flugzeug entfalten. Dazu gehört er auf die große Strecke. Aber nur um den Moloch Flughafen zu füttern? Was für eine Verschwendung! Entsprechend beliebt ist die geplante „Bonzenschleuder“ bei den Bürgern...

Gerhard Frey